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Bewerbung beim Innenministerium: Bayernweite Analyse des Rettungswesens

Wie viele Rettungswagen braucht eine Gemeinde? Wie oft musste ein Verletzter länger als die gesetzlich zulässigen zwölf Minuten auf erste Hilfe warten? Geht es nach der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), werden diese Fragen in den nächsten fünf Jahren für ganz Bayern von Deggendorf aus beantwortet.

„TRUST – Trend und Strukturanalyse im Rettungswesen“, so lautet der offizielle Arbeitstitel für das Projekt. Eine entsprechende Bewerbung hat die THD jetzt beim Bayerischen Innenministerium eingereicht. Inhaltlich geht es einerseits um die Analyse des gegenwärtigen Krankentransports, andererseits um die Prognose des regionalen Einsatzaufkommens in der Zukunft. Nicht nur vom Volumen her wäre „TRUST“ eines der bedeutendsten Projekte der THD im Bereich des Gesundheitswesens. „Mit den Kollegen Prof. Dr. Diane Ahrens für die Logistik, Prof. Dr. Josef Schneeberger für Internet-Portale und Prof. Dr. Horst Kuhnhardt für IT und Gesundheit, haben wir ein starkes Team – für jeden Teilbereich einen echten Spezialisten“ freut sich Projektleiter Prof. Dr.Hanjo Allinger, der als Volkswirt auf gesundheitsökonomische Fragen spezialisiert ist. Damit die Politik im Interesse der Bürger handeln könne, brauche sie verlässliche und aktuelle Informationen. „Wir wollen dafür alle Daten zum Rettungs- und Krankentransportgeschehen in Bayern so zeitnah wie möglich auswerten und den Verantwortlichen über geschützte Internet -Portale zur Verfügung stellen“, erläutert Allinger. Vor neue Herausforderungen würde Bayern aber vor allem durch die Alterung der Gesellschaft und die zunehmende Spezialisierung der Krankenhäuser gestellt. „Wir können mit fundierten Trendanalysen helfen, frühzeitig zu erkennen, was das für den Rettungsdienst in Bayern bedeutet.“ In den vergangenen zehn Jahren wurde das Innenministerium von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) bei der Datenauswertung unterstützt.



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